Maria Knissel: Letzte Meile

Lesung und Saxofon

Das Watt, das Meer, die Berge, der Wind: Die Natur ist groß in dieser Geschichte, manchmal tröstlich, manchmal gnadenlos. In Maria Knissels neuem Roman geht es ums Weiterleben-müssen. Denn Samuel und Marlene haben ihre Tochter verloren, und plötzlich gibt es keine Gemeinsamkeit mehr: Er, der Zugvogelexperte, will sich mit Bildern der Tochter umgeben, sie, die taffe Windkraftingenieurin, erträgt nicht einmal den Gedanken.

Sie stürzt sich in die Arbeit, er verschweigt ihr, dass er keine mehr hat. Er zieht aus dem gemeinsamen Haus in eine alte Kate in Husum und kämpft um seine Würde. Sie fährt mit dem Zug nach Berchtesgaden und wandert los mit einem irrsinnigen Ziel. Eine Geschichte von zwei Menschen, die über Grenzen gehen müssen, um sich als Paar neu zu finden.
Lesung
Variante A:      Solo-Lesung mit Maria Knissel
Variante B:      Lesung mit musikalischer Begleitung durch den Saxofonisten Stephan Völker

Der Saxofonist Stephan Völker studierte an der Frankfurter Musikwerkstatt und in Berlin bei Prof. Peter Weniger Jazz und Popularmusik und ist Absolvent der European Jazz Academy unter Peter Herbolzheimer. Er spielte mit Größen wie Albert Mangelsdorff, Ute Lemper und Bill Ramsey sowie im Orchester Pepe Lienhard. Mit den Bands JazzGang und „A Tribute to A. C. Jobim“ ist Völker europaweit unterwegs.

Die Autorin liest nicht nur Passagen aus ihrem bewegenden Roman, sie erzählt auch von ihren Erlebnissen bei der Recherche. Mehrere Wochen lang wanderte mit dem Rucksack auf der „Via Alpina“ von Hütte zu Hütte durch die Alpen. In Wilhelmshaven lernte sie bei einem „Helicopter Underwater Escape Training“, wie man sich aus einem ins Meer abgestürzten Hubschrauber rettet. Und im schleswig-holsteinischen Watt war sie einen Tag lang mit einem Biologen der Schutzstation Wattenmeer unterwegs, Vögel zählen.
Viele dieser Orte und Begebenheiten spielen auch in ihrem Roman eine Rolle. „Meistens war es ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte – das eigene Erleben ist das beste Mittel gegen klischeehaftes Schreiben“, sagt sie. Nur auf eine Windkraftanlage ließ man sie nicht – sie ist nicht schwindelfrei.

Presse/Stimmen

„Ein Kunststück, nüchtern und sprachgewaltig zugleich.“ Annette Wieners
„Es ist berührend ohne Rührseligkeit, es ist spannend ohne Action, es ist wortgewaltig ohne ein Wort zu viel.“ lovelybooks

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Künstlersteckbrief
Maria Knissel (© Nina Skripietz)
Lesung mit Saxofon

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