Die Menschen zu retten war für ihn unmöglich. Zeugnis abzulegen unabdingbar.
Warum? Mit diesem Wort beginnen seit Wilhelm Brasses Ankunft in Auschwitz alle Fragen. Warum dieses unfassbare Leid? Warum greift niemand ein?
Als Häftling Nr. 3444 zum Erkennungsdienst abkommandiert, soll er die anderen KZ-Insassen fotografieren. Menschen, denen die Todesangst ins Gesicht geschrieben steht. Menschen, die kurze Zeit später in den Gaskammern verschwinden.
Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen soll, widersetzt er sich, um Zeugnis abzulegen von den unfassbaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Die nüchterne, sachliche Betrachtung der so häufig versäumten Gewissensentscheidungen auf Seiten der Täter rüttelt wach und macht darauf aufmerksam, wie schnell Menschen und eine Gesellschaft anfällig sein können für ähnliche fatale Entwicklungen wie im Dritten Reich.
Die Schilderung des Leids und Elends auf Opferseite macht fassungslos auf der einen Seite und berührt auf der anderen Seite, da es in Teilen auch zeigt, wie willensstark, mutig, solidarisch, verantwortungs- und hoffnungsvoll Menschsein auch sein kann.
Die Lesung:
Reiner Engelmann liest aus dem Buch, trägt vor allem aber frei vor und berichtet sachlich über Ereignisse und erläutert Zusammenhänge. Dem daran anschließende Austausch mit dem Publikum räumt er ausreichend Zeit ein, da doch gerade das Gespräch über das Thema zur persönlichen Auseinandersetzung eines jeden und einer jeden beiträgt und sensibilisiert.
Diese Lesung ist auch musikalisch begleitet möglich: Reiner Engelmanns Frau singt Klezmer-Lieder.
Presse/Stimmen
"Ein historisch anschauliches, die Augen öffnendes Buch, das detailliert recherchiert ist und in seiner Einfachheit erzählt, nur noch mehr Eindruck hinterlässt." (Isabells Bücherwelt) "Reiner Engelmann schildert aus den Erzählungen Wilhelm Brasses transkribiert detailliert Vorkommnisse aus dem Lager, die die unfassbare Brutalität der Nazis widerspiegeln." (perlen der literatur)Wir möchten dieses Programm vielleicht buchen
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